Erbsen ganz
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Hier sind die genauen Inhaltsstoffe und Wirkungen von ganzen, getrockneten grünen Erbsen (im Gegensatz zu den gewalzten Erbsenflocken), basierend auf den analytischen Bestandteilen für Nager und Zwergkaninchen:
Inhaltsstoffe von ganzen getrockneten Erbsen (Richtwerte in %)
Da ganze Erbsen im Gegensatz zu Flocken nicht thermisch mit Wasserdampf vorbehandelt und gepresst wurden, bleibt ihre Stärkestruktur native und kompakt:
- Kohlenhydrate / Native Stärke: ca. 45 – 50 %
Liefert viel Energie. Da die Stärke hier noch in ihrer nativen, komplexen Form vorliegt, wird sie im Magen-Darm-Trakt deutlich langsamer abgebaut als bei Flocken. - Rohprotein / Eiweiss: ca. 22 – 25 %
Ein sehr hoher Proteingehalt. Liefert wertvolle Aminosäuren (wie Lysin), die für den Muskel- und Zellaufbau wichtig sind. - Rohfaser / Ballaststoffe: ca. 15 – 18 %
Wichtiger Unterschied: Ganze Erbsen besitzen noch ihre harte, faserreiche Aussenhaut. Der Faseranteil ist dadurch fast dreimal so hoch wie bei Erbsenflocken. - Rohashe / Mineralstoffe gesamt: ca. 3.0 – 4.0 %
- Kalium: ca. 1.0 % (Unterstützt die Herz- und Muskelfunktion).
- Phosphor: ca. 0.4 %
- Calcium: ca. 0.06 % (Extrem niedrig und absolut sicher für Tiere mit Blasengries-Neigung).
- Rohfett: ca. 1.5 – 2.0 %
Sehr fettarm.
Wirkung auf den Nager-Organismus
- Extremer mechanischer Zahnabrieb: Ganze, getrocknete Erbsen sind steinhart. Die Nager (besonders Hamster, Ratten und Mäuse) müssen enorme Beisskraft aufwenden, um die Erbse zu knacken. Das fördert den wichtigen Abrieb der stetig nachwachsenden Schneidezähne.
- Längere Beschäftigung & Erarbeitung: Da die Tiere die Erbse nicht einfach herunterschlucken können, sondern sie intensiv bearbeiten, schälen und zerkleinern müssen, dient sie als hervorragendes Beschäftigungsfutter gegen Langeweile.
- Langsamere Energieabgabe: Weil die Stärke nicht aufgeschlossen (gedämpft) ist, braucht der Nagerkörper länger, um die Kohlenhydrate zu spalten. Das führt zu einem langsameren Blutzuckeranstieg als bei Erbsenflocken.
Wichtige Fütterungshinweise und Risiken
- Gefahr von Verdauungsproblemen bei Grossmengen: Die enthaltene native Stärke gelangt bei zu grosser Fütterung unverdaut in den Blinddarm. Dort kann sie rasant fermentieren und zu schweren Blähungen (Aufgasungen) und Blinddarm-Fehlgärungen führen.