Rotkleeblüten
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Rotkleeblüten (Trifolium pratense) sind für Nagetiere und Zwergkaninchen im getrockneten Zustand ein gesunder Knabberspass.
Da sie jedoch reich an Eiweiss und pflanzlichen Hormonen sind, sollten sie als gesundes Leckerli und nicht in unbegrenzten Massen gefüttert werden.
Wichtige Inhaltsstoffe
- Phytoöstrogene (Isoflavone): Pflanzliche Hormone, die eine ähnliche Struktur wie körpereigenes Östrogen aufweisen.
- Flavonoide: Starke Antioxidantien, die das Immunsystem entlasten und Zellen schützen.
- Ätherische Öle & Gerbstoffe: Wirken sanft beruhigend auf Schleimhäute und Gewebe.
- Hoher Proteingehalt (Eiweiss): Klee ist eine Hülsenfrucht und extrem nährstoffreich.
- Vitamine & Mineralstoffe: Liefern reichlich Vitamin C, Kalzium und Magnesium.
Heilwirkung bei Nagetieren
- Entzündungshemmend & Schleimhautschutz: Rotklee wirkt entzündungshemmend und beruhigt gereizte Schleimhäute im Verdauungstrakt. Er hilft sanft bei empfindlichen Mägen.
- Appetitanregend & Vitalisierend: Der süssliche Geschmack regt den Appetit von fressunlustigen oder geschwächten Tieren an und bringt den Kreislauf in Schwung.
- Blutreinigung & Leberstärkung: Dem Kraut wird eine entgiftende Wirkung nachgesagt. Es regt den Stoffwechsel an und unterstützt die Leberfunktion beim Abbau von Schadstoffen.
- Haut & Fell: Durch die antioxidativen Inhaltsstoffe fördert Rotklee ein gesundes Hautbild und kann die Regeneration bei Schuppen oder leichtem Haarausfall unterstützen.
Wichtige Fütterungshinweise (Anwendung)
- Immer getrocknet bevorzugen: Frisch gepflückter Rotklee gärt im empfindlichen Nagermagen sehr schnell und kann bei übermässigem Verzehr zu lebensgefährlichen Aufgasungen (Trommelsucht) führen. Getrocknete Blüten verlieren dieses Blähpotenzial fast vollständig und sind sehr sicher.
- Als Leckerli dosieren: Mische 2–3 Mal pro Woche eine kleine Handvoll unter das Heu. Da Klee sehr kalzium- und eiweissreich ist, kann eine dauerhafte Fütterung in riesigen Mengen zu Übergewicht oder Blasengries führen.
- Vorsicht bei Zuchttieren: Aufgrund der enthaltenen Phytoöstrogene (Pflanzenhormone) kann Rotklee in sehr grossen Mengen den Hormonhaushalt beeinflussen. Trächtigen oder säugenden Tieren sollte er daher nur minimal oder gar nicht gegeben werden.